Samstag, 19. August 2017

Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan & Andrea Cremer


"Es heißt immer, dass die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Dabei wird nicht bedacht, dass manche Sandkörner für immer fest an der Haut haften. Das sind die Erinnerungen, die einem bleiben, Erinnerungen an die Zeit, als noch Zeit übrig war." - S. 349


Titel: Was andere Menschen Liebe nennen
Autor: David Levithan und Andrea Cremer
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16355-9
Seitenzahl: 411
Preis: 14,99 [D]

Ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal und den cbt-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! ♥

Stephen ist ein ganz normaler 16-jähriger Junge, der mitten in New York lebt. Zumindest fast normal, denn niemand kann ihn sehen: Stephen ist von Geburt an unsichtbar aufgrund eines Fluches, über den er jedoch kaum etwas weiß. Doch als nebenan Elizabeth einzieht, ändert sich alles, denn sie kann ihn sehen. Beide nähern sich einander an und verlieben sich. Es gibt nur ein Problem: Hinter Stephens Unsichtbarkeit steckt mehr, als er denkt und nur Elizabeth kann ihn retten... Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Als erstes muss ich gleich loswerden, dass ich nicht damit gerechnet habe, wie sich die Geschichte entwickelt. Ich hatte eine ganz normale Liebesgeschichte erwartet, wobei man von normal ja eigentlich nicht sprechen kann, wenn man unsichtbar ist. Als das ganze dann aber in Richtung Fantasy kippte, war ich erst ein bisschen verwirrt, musste dann aber feststellen, dass David Levithan die Kombination aus Lovestory und Fantasyabenteuer ganz gut geglückt ist...
Mit Levithans' Schreibstil bin ich mittlerweile schon ganz gut vertraut nachdem ich sowohl "Will & Will" als auch "Letztendlich sind wir dem Universum egal" gelesen habe. Nach wie vor empfinde ich diesen als unkompliziert. Er hat ein Talent dafür, Dinge schön zu umschreiben, was mir gut gefällt. Er schreibt sehr detailliert und angenehm; man kommt gut durch das Buch. Bei diesem Buch hat es mir jedoch etwas an Emotionen gefehlt, die ich sonst von ihm gewohnt bin.
Die Kapitel sind abwechselnd aus Stephens und Elizabeths Sicht geschrieben, sodass man in beiden Perspektiven persönliche Eindrücke bekommt.

Stephen ist ein ziemlich einsamer Teenager, was ja aufgrund seiner Situation nachzuvollziehen ist. Nach dem Tod seiner Mutter und einzigen Vertrauten lebt er sehr zurückgezogen und fiel in ein tiefes Loch. Zu seinem Vater hat er wenig Kontakt, was sich aber im Laufe der Geschichte noch ändert.
Auch wenn er sehr unter seinem Fluch leidet, ist er sehr altruistisch und stets darauf bedacht, niemanden in Gefahr zu bringen oder gar zu verletzen. Ich mag seinen Charakter und kann seine Handlungen verstehen. Seine Liebe zu Elizabeth ist aufrichtig, wenn auch völlig neu für ihn.
Er kann mit der Situation, plötzlich von jemandem gesehen zu werden, dann später doch relativ gut umgehen, was für einen starken Charakter spricht.
Elizabeth war anfangs eine kleine Diva, ziemlich launisch und zickig, aber man erfährt schnell, warum das so ist und kann sie meistens verstehen. Auch sie muss bald mit einigen neuen Erfahrungen umgehen und meistert dies gut. Sie ist sehr unvoreingenommen und gibt mit Stephen zusammen ein tolles Paar ab!
Laurie liebe ich! Sein Charakter ist toll, er ist witzig, zuvorkommend, hilfsbereit und - schwul, weswegen er schon viel Probleme hatte. Ich mag ihn total!

Die Story an sich war gut, ich hab den schnellen Wechsel ins fantastische gut überlebt und konnte mich nach einer Weile dann auch zurecht finden. Leider hat mir die Tiefsinnigkeit ein wenig gefehlt, denn durch die Fantasyelemente kam die Liebesgeschichte meines Erachtens ein bisschen zu kurz.
Ansonsten ein gelungenes Buch mit tollen Charakteren, vielen Überraschungen und abwechslungsreichen Ereignissen. 


Ich hoffe, euch hat meine Rezension gefallen! :)
Bis bald, eure Caro ♥

Dienstag, 8. August 2017

Blutrosen - Monika Feth




Hallo ihr Lieben! :)
Nach einer Sommerpause melde ich mich nun heute wieder. Hier gibt es für euch die Rezension zu "Blutrosen" von Monika Feth. 

Titel: Blutrosen
Autor: Monika Feth
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-57-016315-3
Seitenzahl: 450
Preis: € 17,99 [D]

Romys neustes Projekt soll ein Artikel über Frauenhäuser werden. Bei ihrer Recherche lernt sie die 19-jährige Fleur kennen, die sich vor ihrem eifersüchtigen und gewalttätigen Freund Mikael in ein Kölner Frauenhaus geflüchtet hat. Fleur vertraut sich Romy an und hilft ihr bei ihrem Artikel - so lernt Romy auch ihre erschreckende Geschichte kennen und will helfen. Doch dann geschieht unmittelbar vor dem Frauenhaus ein Mord und Fleur ahnt: Das war Mikael und sie ist hier nicht sicher. Für Fleur und Romy beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Dieses Buch war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen: Wow! Dieses Buch konnte mich wirklich fesseln und schwer beeindrucken!
Der Schreibstil war super; total authentisch und einfach, aber trotzdem nicht detaillos. Die Kapitel, welche immer abwechselnd aus verschiedenen Sichten geschrieben wurden (z.B. aus Romys, Fleurs oder Mikaels Sicht), waren angenehm lang, was dem Geschehen ebenso eine gute Länge verlieh, die es niemals langweilig werden ließ. Ich flog geradezu durch die Seiten! 
Nachdem anfangs alles gut geschildert und erklärt wurde, fand man sich sehr gut in der Geschichte "untergebracht". Ich liebe es, mit welcher Sorgfalt und Liebe zum Detail die Autorin Schauplätze schildert und Charaktere beschreibt!
Romy war mir von Anfang an sehr sympathisch! Sie ist eine mutige und starke junge Frau, die in ihrem Leben selbst schon viel erlebt hat. Sie schreckt vor nichts zurück, ist eine unglaublich gute Freundin, sowie hilfsbereit und zuvorkommend. Ich habe sie stark bewundert!
Fleur mochte ich auch sehr gerne. Ihre stille, introvertierte und ängstliche Art lässt sich auf ihre Lebensgeschichte zurückführen. Man kann sie, so finde ich, sehr gut verstehen und ihr Handeln, sowie ihre Gefühle. gut nachvollziehen. 
Mikael... Ja, was soll ich zu Mikael sagen. Dieses Buch hat mich sehr berührt, was wohl auch ihm zu verschulden ist, denn er war die Schreckensfigur dieser Geschichte; der so nett und zuvorkommend scheinende Mann, der das Leben einer jungen Frau zerstört. Dabei war er taktisch sehr geschickt und hatte auch ziemlich viele Kontakte, die ihm dabei zu Hilfe kommen konnten.
Unfassbar, wenn man darüber nachdenkt, wie es manchmal in den Köpfen der Menschen zugeht. Ich hatte durch dieses Buch einen sehr guten Einblick in dieses wichtige Thema und konnte auch gut nachvollziehen, wie es sich anfühlen muss, betroffen zu sein. Dafür habe ich die Autorin sehr lieb gewonnen, denn sie schafft es, diese Gefühle unmittelbar zum Ausdruck zu bringen, so dass man sie als Leser mitfühlt. 
Dieses Buch war eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle; es war lustig, todtraurig, total schockierend, emotional und auf eine schöne Weise warm. Ich hatte unglaublich viel Freude daran, es zu lesen und es konnte mich tatsächlich bis zur letzten Seite fesseln. Somit ist auch der Spannungsaufbau in dieser Story mehr als gelungen. 

Ein wichtiges Thema - sehr anschaulich und verständlich, sowie emotional dargestellt. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und eine Menge Lesespaß!


Ich habe nichts auszusetzen! ;)
Auch die anderen Bücher der Romy-Reihe werde ich mir nun zukommen lassen - ich bin wirklich begeistert!

Eure Caro ♥

Montag, 17. Juli 2017

Die Liebe zum Regen - Claire Hoffmann



Hallo meine liebsten Bücherwürmer! :)
Hier kommt nun die Rezension zu dem Buch "Die Liebe zum Regen" von Claire Hoffmann. 

Bereitgestellt wurde es mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem Diana-Verlag - Danke dafür! ♥

Titel: Die Liebe zum Regen
Autor: Claire Hoffmann
Verlag: Diana
ISBN: 978-3-43-29192-8Seitenzahl: 352
Preis: 14,99 [D]

In Veras Leben läuft momentan nicht unbedingt alles rund: ihre Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war, sie ist unzufrieden und hat zudem auch noch gesundheitliche Beschwerden. Mit ihren 57 Jahren beschließt sie, als Grand Nanny nach London zu gehen und so ihrem Leben zumindest eine Zeit lang zu entfliehen. Sie kommt in eine Familie mit drei Mädchen, die es ihr gar nicht so leicht machen. Schwierig ist auch, dass sie sich an niemanden wenden kann, denn die Mutter ist nicht daheim und auch der Vater glänzt durch seine Abwesenheit. Vera spürt, dass es ein Geheimnis gibt, welches auf der Familie lastet und beginnt, ihm nachzugehen...

Erstens: Dieses Buch ist der Grund, warum ich keine Bücher abbreche!
Der Anfang hat mir nämlich gar nicht zugesagt: Ich fand Vera ziemlich langweilig, oft auch nervig und sie war generell mit allem total unzufrieden. Auch Veras Mann war mir super unsympathisch; er war irgendwie so oberflächlich. Der Schreibstil war total okay, aber ich kam einfach nicht in die Geschichte rein.
Aber ich habe weitergelesen, auch wenn ich mich ein bisschen zwingen musste, und siehe da: es wurde deutlich besser! Nachdem Vera in London ankam, begann die Story mir mehr und mehr zu gefallen. Die kleinste Tochter, Zoe, ist mir sofort ans Herz gewachsen! Das fünfjährige Mädchen hat mich mit seiner aufgeschlossenen und klugen Art sofort verzaubert und ich hatte das Gefühl, ich würde sie schon seit Jahren kennen. Allgemein wurden die drei Schwestern sehr gut dargestellt!
Als nächstes lernte man die Älteste, die vierzehnjährige Amanda, kennen, die alles dafür tut, um sich unsympathisch zu machen. Sie scheint Vera absolut nicht bei sich haben zu wollen und spielt ihr alle möglichen Streiche, um sie loswerden zu können.
Ruby, die Mittlere, ist ein trauriges, unglückliches Kind; zudem sehr dünn und Veras Sorgenkind, somit auch einer ihrer Beweggründe, das Geheimnis der Familie zu lüften.
Der Vater der Kinder ist kaum zuhause und wenn er es einmal ist, ist er genauso schnell auch wieder weg. Seine Kinder leiden darunter sehr und Vera gibt sich alle Mühe, etwas bewirken zu können.
Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist: Wo ist die Mutter? Warum ist sie nicht hier? Und warum reagiert jeder so empfindlich, wenn man nach ihr fragt?
Man entwickelt etliche Theorien, doch nach und nach ist einem schon klar, was mit der Mutter ist. Dass man das ein bisschen vorhersehen konnte, war für mich gar nicht schlimm, denn man wollte es sowieso schnellstmöglich erfahren, um die Kinder besser nachvollziehen zu können. Was auch super gelang.
Dieses Buch hat mich das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht, aber auch zum Nachdenken, zum melancholisch sein - vor allem aber ging es mir ans Herz. Die Geschichte um die drei Mädels hat mich so betroffen, erwärmt und zerrissen zugleich. 
Mit Vera kam ich im Laufe des Buches besser klar, aber ihre beste Freundin werde ich wohl nie. ;)

Ich bin sehr froh, das Buch nicht, wie anfangs gewollt, abgebrochen zu haben. Trotz nicht sehr gelungenem, eher langweiligem Anfang hat sich das Buch zu einer Reise entwickelt, die so schön war, dass sie mich wirklich berühren, zum lachen und zum weinen bringen konnte.


... weil das Buch 60 Seiten wirklich schön wurde... ;)

Liebe Grüße,
eure Caro ♥

Donnerstag, 6. Juli 2017

Mädchen aus Papier - Sina Flammang


Titel: Mädchen aus Papier
Autor: Sina Flammang
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16460-0
Seitenzahl: 350
Preis: 16,99 [D]

Ein riesiges Dankeschön an den cbt-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Als Mari drei Jahre alt ist, verschwindet ihre zwei Jahre ältere Schwester Annika in einem Kaufhaus spurlos. Seit Mari sich erinnern kann, lastet der Schatten der verschwundenen Tochter und Schwester stark auf der Familie. Doch dann taucht Annika nach 12 Jahren plötzlich wieder auf. Etliche Male hat sich Mari diese Situation schon vorgestellt und doch nie wirklich daran geglaubt, doch jetzt ist sie da. Das geheimnisvolle, unnahbare Mädchen, das jetzt wie ein Geist in einer anderen Welt zu scheinen lebt. Während ihre Eltern krampfhaft versuchen, alles richtig zu machen und eine neue, richtige Familie zu sein, fühlt sich Mari mehr und mehr ausgegrenzt, bis sie beschließt, selbst zu verschwinden...


Ich bin durch den Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden. Es hat sich so gut angehört, dass ich es einfach unbedingt lesen wollte. Auch die Thematik der verschwundenen Schwester ist für mich eine komplett neue, weswegen ich wirklich sehr gespannt auf das Buch war.
Das Buch ist in angenehm lange Kapitel unterteilt, welche jeweils mit ein paar kursiv gedruckten Gedanken von Mari beginnen. Das hat mir sehr gut gefallen und es war ein schöner Einstieg in das jeweilige Kapitel. Auch der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und unkompliziert.
Leider hat mich das Buch dann, trotz der Vorfreude, doch nicht so ganz überzeugen können.
Für mich waren die Charaktere größtenteils ziemlich "weit weg", ich bekam sie so gut wie gar nicht zu fassen. Mari hat mich das ein oder andere Mal wirklich genervt; sie war fast immer schlecht drauf, hat an allem rumgemotzt - das war manchmal echt unerträglich. Natürlich befindet sie sich in einer schwierigen Situation, aber das rechtfertigt ihr kleinkindliches Verhalten kaum.
Mein Lieblingscharakter war Ole. Ich konnte seinen Launen total nachvollziehen, habe mit ihm gelitten und gehofft. Vor allem während der Trips nach Italien habe ich so mitgefiebert und mir gewünscht, dass er endlich seinen kleinen Bruder wiederfindet. 
Annika war für mich von Anfang an, wie wohl für alle anderen auch, sehr geheimnisvoll. Teilweise hatte ich sogar den Gedanken, sie wäre gar nicht die "richtige" Annika. Aber mit der Zeit konnte ich sie immer mehr verstehen und mich in sie hineinfühlen. Sie ist unglaublich einfühlsam und stark, trotz - oder grade wegen allem, was sie durch hat.
Noch ein Negativpunkt war für mich, dass der Klappentext so irreführend war. Man ging von einem Roadtrip aus, doch dieser, den wir hier finden, ist grade einmal 30(?) Seiten lang. Das war sehr enttäuschend, da der Klappentext eben diesen Roadtrip so ausführlich versprochen hat. Schade!
Auch die Spannung in der Geschichte hat mir gefehlt. Klar wollte man gewissermaßen immer wissen, wie es weitergeht, aber richtig spannend war es nicht. Die letzten 100 Seiten waren da schon besser, der Anfang des Buches plätscherte so vor sich hin.
Schön fand ich, dass das Buch bzw. die Thematik für mich komplett neu war und es somit interessant gewesen ist, mal etwas Neues zu lesen.

Alles in allem ein solides Jugendbuch, gut für zwischendurch, aber leider nicht das, was es verspricht! 

Ich vergebe


Eure Caro ♥



Mittwoch, 28. Juni 2017

Die Wellington-Saga: Versuchung - Nacho Figueras



Halli Hallo ihr Lieben! :)
Gestern habe ich "Die Wellington-Saga - Versuchung" beendet und heute folgt die Rezension für euch!
Wenn ihr wissen möchtet, wie mir das Buch gefallen hat, lest gerne selbst ♥

Titel: Die Wellington-Saga: Versuchung
Autor: Nacho Figueras mit Jessica Whitman
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0372-8
Genre: Roman
Seitenzahl: 416
Preis: 12,99 [D]

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an den Blanvalet-Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares! ♥

Georgia ist Tierärztin und hat so ziemlich ihr ganzes Leben lang auf der ziemlich heruntergekommenen Farm ihres Vaters gebracht. Da er ihre Unterstützung braucht, fällt es ihr nicht leicht, ihrem besten Freund Billy nach Wellington zu begleiten, wo eines der glamourösesten Polotuniere der Welt stattfindet. Mit Polo hat sich Georgia eigentlich noch nie beschäftigt, aber sie soll Billys neuen Freund kennenlernen, weswegen sie schließlich einwilligt. In Wellington wartet eine Welt voll Glamour und auch Alejandro Del Campo, ein berühmter Polospieler, zeigt deutliches Interesse. Ehe Georgia es bemerkt, hat der älteste Sohn der Del-Campo-Familie sie in eine ganz andere Welt gezerrt...

Der Klappentext erinnert erstmal an ein typisches Klitschee: ein junges, armes und einfaches Mädchen verliebt sich in einen reichen und berühmten Mann und ihr Leben verändert sich komplett. Trotzdem hat mich der Klappentext total neugierig gemacht.
Zuerst zum Schreibstil. Total flüssig und locker wird abwechselnd aus der Perspektive von Georgia und Alejandro berichtet. Manchmal waren die Wechsel auch sehr überraschen, sodass ich manchmal ganz schön verwirrt war. Natürlich liegen auf dem Weg unserer Protagonisten einige Steine, denn sonst würde es an Spannung fehlen und mal ehrlich - welche Liebesgeschichte verläuft denn problemlos?
Alejandros schwere Vergangenheit erschwert es ihm anfangs, sich voll und ganz seinen Gefühlen hinzugeben. Er ist ein sehr authentischer, nachdenklicher Charakter, der in seinem Leben schon eine Schicksalsschläge verkraften musste. Er hat eine sechzehnjährige Tochter und vergöttert den Polosport, ist allerdings auch sehr überfordert mit der Verantwortung seit dem Tod seiner Frau.
Doch er ist nicht alleine mit seinen Zweifeln, denn auch Georgia tut sich schwer. Seitdem ihre Mutter weg ist, unterstützt sie ihren Vater auf dem Hof nach Leibeskräften. Kann sie ihn einfach so alleine lassen; so egoistisch sein? Sie ist eine tolle Tierärztin und sehr ehrgeizig, zweifelt jedoch schnell an sich selbst und lässt sich herumschubsen, statt für ihre Rechte einzustehen.
Billy und Beau mochte ich von Anfang an super gerne! Die beiden sind einfach so niedlich zusammen, dass mir das ein oder andere Mal tatsächlich ein "ohhhhhhhh" entfuhr. 
So viele Probleme sorgten für eine gewisse Spannung in dem Buch. Was ich gut fand: es wurde nichts überrumpelt. Es hat ziemlich früh gewaltig zwischen den beiden geknistert, doch bis sich etwas tat, dauerte es doch ein wenig. Das fand ich gut, denn es gab nicht alle zehn Seiten ein Rumgefummel hier und ein Techtelmechtel da. Hach, schon irgendwie romantisch, oder?
Trotzdem hat mir persönlich etwas gefehlt. Die Geschichte war ganz nett und süß, aber der Knall hat gefehlt, ein gelungenes Ende wäre mir wichtig gewesen. Von dem Ende war ich wirklich enttäuscht; es war mir viel zu schnell, zu unromantisch und detaillos - einfach unspektakulär, man hatte schon mehr erwartet!
Natürlich geht es auch viel um Pferde und den Polosport, was ich jedoch interessant fand, da ich den Sport noch nicht wirklich kannte. Da ich Tiere liebe, habe ich mich gefreut, dass es um Pferde ging. Man braucht auch keine bestimmten Fachkenntnisse, um das Buch zu lesen, denn alles wird verständlich erklärt.

Alles in allem: eine nette Liebesgeschichte, bei der eindeutig etwas fehlt und das Potenzial nicht ausgeschöpft wurde. Schade, denn es hatte mir gut gefallen und die Geschichte hatte sich gut und spannend aufgebaut, doch dann kam einfach nichts mehr. Tolle Idee, mal über etwas anderes zu schreiben (Pferde, Polo) - es war für mich mal etwas neues.
Ein nettes Buch für zwischendurch.


Ich hoffe, euch hat meine Rezension gefallen! :)
Bis bald,
eure Caro ♥


Dienstag, 20. Juni 2017

The Girl Before - JP Delaney



Hallo!
"The Girl Before" von JP Delaney habe ich vor kurzem gelesen. Wenn ihr wissen möchtet, wie mir das Buch gefallen hat, dann seid ihr hier genau richtig! :)
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen ♥

Titel: The Girl Before
Autor: JP Delaney
Verlag: Penguin
ISBN: 978-3-328-10099-7
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400
Preis: 13,00€ 

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle dem Bloggerportal und dem penguin-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares! ♥

Veränderungen. Das ist, was Jane nach einem furchtbaren Schicksalsschlag dringend braucht. Sie kündigt ihren alten Job, nimmt einen neuen an und möchte unbedingt aus ihrer alten Wohnung ausziehen, in der zu viele Erinnerungen stecken. Auf ihrer Suche bekommt sie die Möglichkeit, in ein besonders hochmodernes Haus in London einzuziehen. Das Haus in der Folgate Street 1 wurde von einem bekannten Architekten entwickelt, wird per App gesteuert, ist absolut einbruchssicher und vor allem: sehr minimalistisch eingerichtet und auf das Notwendigste beschränkt.Es gibt viele strenge Regeln, an die sich gehalten werden muss. Jane fühlt sich zu dem charmanten Architekten sehr hingezogen und beschließt, einzuziehen. 
Doch nach und nach erfährt sie mehr über die Vormieterin, Emma, und das sie in diesem Haus gestorben ist. Dass sie ebenfalls mit dem Architekten eine Affäre hatte. Dass Jane ihr sehr ähnlich ist. Und dass sie sich in die gleiche Gefahr begibt. wie einst Emma...


Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut, denn die Inhaltsangabe hatte mich total angesprochen! Genauso gut gefällt mir das schlichte, aber düstere Cover.
Erstmal zum Aufbau. Dieser gefiel mir sehr gut, denn man liest immer abwechselnd aus der Sicht von Emma (früher) und Jane (jetzt). Das hat mir die Zusammenhänge und vor allem auch die Gemeinsamkeiten beider Frauen sehr gut vor Augen geführt. Manchmal, ca. am Anfang, kam ich gelegentlich durcheinander, in welcher Sicht ich mich nun befand, denn beiden Frauen passiert ja einfach ständig das gleiche.
Der Schreibstil war total angenehm zu lesen. Super flüssig; die Sätze hatten eine gute Länge, waren nicht zu verschachtelt, aber dennoch sehr detailreich. Anfangs sind die Kapitel im Buch ziemlich kurz, was sich aber im Laufe der Geschichte verändert. Diese Gestaltung fand ich gut, denn man hatte so das Gefühl, dass sich die Geschwindigkeit des Geschehens erhöht, was natürlich sehr spannend war!
Kommen wir zur Geschichte selbst... Emma fand ich, ehrlich gesagt, manchmal etwas nervig. Das kam wahrscheinlich durch ihre unehrliche Art und Weise, die ich teilweise schon etwas dreist fand. Jane ist zum Zeitpunkt der Geschichte natürlich eher ruhig und in sich gekehrt durch den Verlust ihres Babys. Sie zeigt aber auch kokette und verführerische Seiten, als es um den Architekten des Hauses geht. Sie ist selbstbewusst und zielstrebig in der Forschung um Emmas Geschichte. Im Laufe der Geschichte merkt man, wie clever sie ist und auch in den heftigsten Situationen einen, zumeist, kühlen Kopf bewahren kann.
Das System der Geschichte ist schon ziemlich ausgeklügelt. Ich hatte selbst immer wieder Vermutungen, wie Emma denn nun gestorben ist. Dabei habe ich nicht nur Menschen in ihrem Umfeld verdächtigt. Ich habe aber deutlich gespürt, wie die Geschichte immer wieder auf eine ganz bestimmte Person gelenkt hat (um nicht zu spoilern, erwähne ich hier keine Namen). 
Da war mir eigentlich klar, dass es diese Person nicht sein kann oder wenn doch, dass die Geschichte viel zu offensichtlich gelenkt wurde. 
Die Geschichte um das Haus war sehr interessant. Ich hatte schnell Bedenken und wäre bestimmt nicht eingezogen, da mir alles etwas suspekt vorkam. Aber es war mal etwas Neues und das fand ich sehr gut! 

"The Girl Before" ist ein Thriller, der sich langsam entwickelt. Allgemein fehlte mir die Spannung. Das Buch lässt sich gut lesen und ist sehr unterhaltsam, aber für mich ein unheimlich spannender Roman. Am Ende wurde die Spannung etwas erhöht, jedoch nicht extrem. Das Ende fand ich irgendwie komisch; es wirkte im Verhältnis ziemlich unspektakulär und unsinnig. Schade, denn ich hatte auf das Ende hingefiebert.

Fazit: Ein guter Spannungsroman, aber kein Thriller. Die Idee gefiel mir sehr, genauso wie die Schreibweise. Doch das gewisse Etwas fehlte. Das ganze Buch, rund um das Haus, war etwas ganz Besonderes, doch das Ende wurde dem leider nicht ganz gerecht. Trotzdem - ein tolles Buch! 


Vielen dank fürs Lesen! ♥
Eure Caro

Dienstag, 6. Juni 2017

Smoke - Dan Vyleta


Ihr lieben! ♥
Heute gibt es von mir eine Rezension, die mir ziemlich schwer fiel, zu verfassen, da ich nicht genau wusste, was ich von dieser Geschichte halten soll - aber lest selbst! :)

Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl's books
ISBN: 978-3-570-58568-9
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 611
Preis: 16,99€ (broschiert)

England, 19. Jahrhundert. Eine Welt, in der Lügen, schlechte und unangemessene Gedanken, jede Sünde durch aufsteigenden Rauch aus den Poren der Menschen sichtbar wird. Die Gesellschaft ist klar gegliedert: während die Oberschicht ein weitesgehend rauchfreies Leben führt, ist die Unterschicht schwarz vor Ruß. Thomas und Charlie, Schüler eines Eliteinternates, welches die Schüler auf ein rauchfreies Leben vorbereitet, sind skeptisch. Auf einem Schulausflug nach London geraten sie in einen verzwickten, geheimnisvollen Komplott, dessen Ausmaß ihnen noch nicht ganz klar ist. Nun stellt sich ihnen die Frage: Woher kommt der Rauch wirklich?

Diese Rezension zu schreiben, fällt mir ziemlich schwer. Das Buch wartete nicht nur mit einer Dicke von 600 Seiten auf mich, sondern mit einem ebenso langatmigen Schreibstil und Verlauf. 
Ich hatte mit einem Fantasy-Roman gerechnet, aber das Buch wurde dem nicht ganz gerecht. Der mysteriöse Rauch war das einzige "Fantasy"-Element, ansonsten war das Buch meiner Meinung nach eher ein gesellschaftskritischer Roman, worin die Metapher im besagten Rauch liegt.
Demzufolge wird auf vielen Seiten die politische Lage beschrieben, gemischt mit Brutalität, Verschwörungen und Freundschaft.
Grundsätzlich gefällt mir die Idee des Buches sehr gut. Jede deiner Sünden sollte als Ruß an deiner Kleidung und deinem Körper hängen bleiben? Das klang sehr spannend und natürlich wollte ich unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. 
Der Anfang war ganz interessant. Wir befanden uns in einem Eliteinternat, abwechselnd aus der Sicht von Charlie und Thomas, zwei Schülern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es wurde beschrieben, mit welcher Brutalität der Rauch teilweise bezwungen wurde und welche fatalen Ausmaße es hatte, wenn man rauchte. Die ersten 200/300 Seiten waren ganz interessant und es passierten auch einige verwunderliche Dinge. Doch der Höhepunkt, auf den man wartete, blieb aus. 
Das Buch begann mich immer mehr zu langweilen.
Vielleicht lag es auch daran, dass die Protagonisten, Charlie, Thomas und Livia, noch ziemlich jung waren und die ganzen Geschehnisse selbst noch gar nicht richtig greifen und verstehen konnten. Das hat sich schon in irgendeiner Form auf den Leser übertragen: Stellenweise hab ich überhaupt nicht mehr durchgesehen.
Der Schreibstil war, wie ich finde, ziemlich anstrengend: sehr langatmig, lange und mitunter verschachtelte Sätze, (zu) detailreich und ausschweifend. Viele Sätze musste ich mehrfach lesen, um alles zu erfassen, was in ihm ausgesagt wurde. 
Somit plätscherte die zweite Hälfte des Buches förmlich so vor sich hin und man wartete regelrecht darauf, was denn nun am Ende passiert. Aber auch da wurde ich enttäuscht; auch das Ende konnte mich so gar nicht aus den Socken hauen. Schade.

Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr erhofft. Der Anfang war nicht schlecht, doch die Spannung baute immer weiter ab. Ich hatte leider keinen Spaß an dem Buch und musste mich ab ungefähr der Hälfte regelrecht zwingen, weiterzulesen. Schade, denn die Idee an sich hat echt Potenzial, doch dieses kam hier leider nicht zum Zug.

Ich kann dem Buch an dieser Stelle nur 


geben. Ich hatte wirklich mehr erwartet.

Ich hoffe, euch hat meine Rezension gefallen! :)
Eure Caro ♥